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Vortrag

Datengewinnung und -analyse entlang des Produkt- und Materiallebenszyklus

Mittwoch (27.09.2017)
16:30 - 17:00 Uhr Gartensaal
Bestandteil von:


Big Data im Sinne von Industrie 4.0 umfasst und verarbeitet nach dem Stand der Technik heute im Wesentlichen Daten aus den Bereichen Herstellung, Logistik, Kosten und Bearbeitung bezogen auf die Aspekte der Entwicklung, der Produktion und der Nutzung. Um Produktionsprozesse und die entstehenden und eingesetzten Produkte/Materialien zukünftig zielführender zu optimieren und weiterzuentwickeln, ist es zwingend notwendig, einerseits auch Materialdaten mit in Betracht zu ziehen und andererseits den gesamten Produktlebenszyklus, in dem sich das Material während seiner Lebenszeit bewegt und verändert detailliert zu analysieren (Kognitive Sensorsysteme).

 

In dem Beitrag wird die Erweiterung des I4.0 Datenraums um solche Daten und Informationen zu Materialveränderungen (Smart Materials Data) vorgestellt und diskutiert, die durch den Einfluss von

- Maschinen (Einfluss von Gieß-, Umformungs- , Trennungs- oder Fügungsprozessen während der Herstellung)

- Menschen (Verschleiß, Abnutzung durch individuellen Betrieb) oder

- Umwelt (Temperatur, Feuchtigkeit, Alterung)

das Material und die Produkte während des Lebenszyklus verändern, beinträchtigen oder beschädigen.

Dabei werden Möglichkeiten des zerstörungsfreien Monitorings während der unterschiedlichen Produktlebenszyklusphasen betrachtet wie z.B. die Analyse von Materialeigenschaften, die Beeinflussung von Produktentwicklungen, die Überwachung und Regelung von Produktionsprozessen, die Zustandüberwachung bei Wartungsvorgänge zur Funktionssicherung oder die sortenreine Trennung von Wertstoffen während des Recyclingprozesses.

 

Intelligente, kognitive Sensorsysteme werden zukünftig das Produkt/Material über seine gesamte Lebensdauer begleiten und optimieren (Digitale Produktakte DPA).

Sprecher/Referent:
Prof. Dr. Randolf Hanke
Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP